KMU kaufen in der Schweiz

Aktualisiert für 2026 | Aussi disponible en français | Also in English

KMU — kleine und mittlere Unternehmen — bilden das Rückgrat der Schweizer Wirtschaft. Über 99 % aller Schweizer Unternehmen sind KMU, sie beschäftigen rund zwei Drittel aller Arbeitnehmenden und erwirtschaften einen Grossteil des BIP. Für Käufer bieten Schweizer KMU eine einzigartige Kombination aus Stabilität, Profitabilität und Wachstumspotenzial.

Was zählt als KMU in der Schweiz?

Das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) definiert KMU nach Mitarbeiterzahl:

  • Mikrounternehmen: 1–9 Mitarbeitende (88 % aller Schweizer Firmen). Typischer Umsatz: CHF 0,5–2 Mio.
  • Kleine Unternehmen: 10–49 Mitarbeitende (10 % aller Firmen). Typischer Umsatz: CHF 2–15 Mio.
  • Mittlere Unternehmen: 50–249 Mitarbeitende (1,5 % aller Firmen). Typischer Umsatz: CHF 15–100 Mio.

Auf Alpine Business Exchange finden Sie KMU aller Grössen, vom Einmannbetrieb mit CHF 300'000 Umsatz bis zum mittelständischen Industriebetrieb mit 200 Mitarbeitenden.

Typische KMU-Branchen in der Schweiz

Schweizer KMU sind in praktisch allen Branchen vertreten. Die aktivsten M&A-Segmente:

  • Dienstleistungen: Treuhand, Beratung, Reinigung, Facility Management. Oft hohe Margen und geringe Kapitalbindung.
  • Bau & Handwerk: Starke Nachfrage, volle Auftragsbücher, aber Fachkräftemangel als Herausforderung.
  • Produktion: Präzisionsfertigung, Zulieferer, Maschinenbau. Schweizer Qualität ist weltweit gefragt.
  • IT & Software: Wachstumsbranche mit attraktiven Multiplikatoren, besonders bei SaaS-Modellen.
  • Gesundheit: Arztpraxen, Physiotherapie, Dental — stabiler Markt mit alternder Bevölkerung.
  • Gastronomie: Über 30'000 Betriebe, viele davon nachfolgebedürftig.

So werden Schweizer KMU bewertet

Die Bewertung eines KMU basiert in der Regel auf dem bereinigten EBITDA. Typische Multiplikatoren nach Branche:

  • Dienstleistungen: 4–6x EBITDA
  • IT & Software: 5–10x EBITDA (SaaS höher)
  • Produktion & Industrie: 4–7x EBITDA
  • Bau & Handwerk: 3–5x EBITDA
  • Gastronomie: 2–4,5x EBITDA
  • Gesundheit: 4–7x EBITDA
  • Detailhandel: 3–5x EBITDA

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Finanzierung eines KMU-Kaufs

KMU-Käufe werden typischerweise so finanziert:

  • Eigenkapital (20–40 %): Ihr persönlicher Beitrag. Bei kleineren KMU ab CHF 50'000 möglich.
  • Bankkredit (40–60 %): Kantonalbanken und Raiffeisen haben spezielle KMU-Nachfolgeprogramme. Lesen Sie unseren Finanzierungsleitfaden.
  • Verkäuferdarlehen (10–30 %): In der Schweiz üblich und vom Verkäufer erwartet.
  • Bürgschaftsgenossenschaften: Darlehen bis CHF 1 Mio. können verbürgt werden.

Worauf Sie beim KMU-Kauf achten sollten

  1. Abhängigkeit vom Eigentümer: Wie stark hängt das Geschäft am bisherigen Inhaber? Je höher die Abhängigkeit, desto länger die Übergangsphase.
  2. Kundenkonzentration: Wenn ein Kunde über 20 % des Umsatzes ausmacht, besteht ein erhebliches Klumpenrisiko.
  3. Mitarbeiterbindung: Schlüsselmitarbeiter sind oft der wahre Wert eines KMU. Klären Sie frühzeitig deren Bleibemotivation.
  4. BVG und Sozialversicherungen: Prüfen Sie den Deckungsgrad der Pensionskasse und offene Sozialversicherungsbeiträge.
  5. Nachholbedarf bei Investitionen: Sind Maschinen, IT-Systeme oder Räumlichkeiten veraltet? Berücksichtigen Sie den Investitionsbedarf im Kaufpreis.

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